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VENOM IN VEINS - Walking With Giants

VÖ: November 2012

Mit "Walking With Giants" bringen Venom In Veins ihren ersten Longplayer auf den Markt. Und schon der Titel des Albums lässt hier einige Interpretationsmöglichkeiten zu: Will man sich hier etwa anmaßen, auf einem Level mit den Großen der Musik zu stehen/zu gehen? Ein Blick auf's Albumcover verrät uns aber: Es soll die Herausforderung zeigen, sich auch großen Aufgaben zu stellen. Und dass sich Venom In Veins hier einer Herausforderung gestellt haben, ist klar, und eins kann man sagen: Sie haben sie sehr gut bewältigt. Songs wie "Origins" zeugen von gutem Zusammenspiel und interessanten Wechseln von Rhythmus und Dynamik, das ganze im Kontrast zwischen warmen, tiefen Shouts und dem (sehr dreckigen) Clean-Gesang, der sehr eigen ist, aber für all die, die auf interessante Stimmen wert legen, vielleicht genau das richtige ist. Aber vor allem in härteren Titeln wie "Twofaced" blüht die Band richtig auf. Leider ziehen sich die Intros für den einen oder anderen Song etwas in die Länge, denn wenn man ein Album ohnehin schon mit einem Intro eröffnet, dann braucht der darauffolgende Song nicht auch noch unbedingt eins - irgendwann sollte es dann auch mal losgehen (aber natürlich ist das mit einem Zwinkern zu sehen) Insgesamt ist auf dem Album eine große Vielfalt an Härtegraden des Genres zu erkennen, so dass es wahrscheinlich eher zu dem Szenario kommt, dass einem an manchen Tagen eher die eine Hälfte und an anderen Tagen eher die andere Hälfte des Albums zusagt. Zumindest bei mir ist dies der Fall. Nichtsdestotrotz sind Venom In Veins mit ihrem ersten Longplayer auf einem sehr guten Weg - mit vielen weiteren Entfaltungsmöglichkeiten. (zeo)

8/10