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VERMITHRAX - Imperium Draconus

VÖ: 12. Oktober 2018
Divebomb Records

Zugegeben - für einen Moment wollte ich euch Vermithrax als neue Band verkaufen, die sich als thrashige Leibgarde für Witherfall empfiehlt, die wiederum derzeit und zu Recht den verwaisten Nevermore-Thron anvisieren (das neue Album kommt Anfang November). Beim Opener "Enoch" kommt man aber auch nicht umhin, an ein Thrash-Überbleibsel aus der "Enemies Of Reality"-Session der verblichenen Seattle-Stars um Sänger-Legende Warrel Dane (R.I.P.) zu denken. Die Truppe aus Pittsburgh ausschließlich auf diesen Bereich zu reduzieren, würde ihnen aber zu keiner Zeit gerecht. Auch wenn Sänger Croy so manchen Warrel Dane-Zug auf den Stimmbändern trägt und im hinteren Bereich der CD auch gerne mal entfernt an Tim Aymar (Pharaoh, ex-Control Denied) erinnert. Musikalisch ist die Grundausrichtung definitiv mehr Thrash, umsonst gibt es am Ende schließlich kein Flotsam & Jetsam Cover-Medley ("Hammerhead"/"Hard On You"). "River Cruor" zeigt die garstigsten Zähne, ansonsten wird schön variiert und eine richtig düstere Grundstimmung wird nicht nur im Refrain des abwechslungsreichen "Road To Athkatla" verbreitet. Gerade das zurückgenommene Tempo ist im Thrash-Bereich gar nicht leicht mit Qualität zu füllen, Vermithrax machen ihre Sache aber angenehm gut ("Crucified By Hate", "Spellbound", "Calling My Name"), sind technisch voll auf der Höhe und kredenzen furiose Soli. Fehlen eigentlich nur noch ein paar mehr zwingende Hooks und aus einem durchgängig starken Debüt kann in Zukunft noch mehr werden. Solche Band gehören auf jeden Fall auf die "to watch"-Liste! (sw)

8/10