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VIA - Hybrid Identity (EP)

VÖ: 08. Mai 2015
Redfield Digital

Stellt euch mal vor, wie cool es wäre, ein Projekt ins Leben zu rufen, zu dem ihr euch einfach eure Lieblingsmusiker ins Boot holt. So in etwa müsste man wohl auf die Idee von VIA gekommen sein. Das Duett aus Max Rosenthal und Florian Findeis nahm sich kurzerhand für jeden Song, den sie auf ihre EP "Hybrid Identity" gebracht haben, einen oder zwei Sänger. Mit dabei sind Sänger von Annisokay, This Or The Apocalypse, Novelist, Keep It For Tomorrow und Desasterkids. Ordentlich Substanz für Zündstoff also. Allerdings gibt es durch die vielen Sänger mit jedem Song wirklich ein komplett neues Feeling und die EP erinnert daher mehr an ein Mixtape. "Dark Haze" ist der erste der vier Songs und schmettert sowohl mit kräftigen Shouts, aber auch emotionalem Cleangesang einen mehr als nur stabilen Opener in euer Wohnzimmer. Der Song bietet eine Mischung aus gefühlvoller und aggressiver Herangehensweise. "Condolecence" ist etwas ruhiger als der erste Song, und setzt sowohl mit Klargesang als auch mit den Shouts auf eine zunächst noch emotionalere Songumsetzung. Auch bringt der Text des Refrains einen sehr expressiven, fast schon traurigen Anklang mit sich, der gewiss den einen oder anderen sehr berühren wird. Mit "Therapy" wird es dann wesentlich aggressiver und das Blut wird ordentlich zum Kochen gebracht. Der letzte Song "Vision" ist etwas weniger beeindruckend als seine Vorgängersongs, kann aber ebenfalls mit gewissen Eigenheiten glänzen und bildet einen soliden Abschluss der EP. Mit einer Gesamtspielzeit von 15 Minuten eher eine Anfütterung und man kann sich nur wünschen, dass es noch weitere solche Projekte gibt, da gerade der Wechsel der Sänger zeigt, wie unterschiedlich letztendlich die Ergebnisse sein können. Alles in allem eine sehr gute Kooperation vieler Künstler - es bleibt der Wunsch nach mehr. (zeo)

8,5/10