Impressum Startseite
Reviews Interviews Live Specials

VICIOUS RUMORS - Concussion Protocol

VÖ: 26. August 2016
Steamhammer

So fies es auch klingen mag - ich glaube, dass Vicious Rumors der große Wurf auch verwehrt geblieben wäre, wenn Carl Albert (R.I.P.) 1995 nicht von uns gegangen wäre. Zu wünschen wäre es der Band immer gewesen, die mit "Concussion Protocol" ihr nunmehr zwölftes Studioalbum vorlegt. Der wievielte Sänger Nick Holleman ist, lasse ich mal galant unter den Tisch fallen und bahne mir erst mal den Weg durch die knackige Produktion, die mich schon etwas an die letzten Testament-Brocken erinnert und somit ein kleiner Stolperstein für die Old School Fans sein könnte. Dahinter verbirgt sich dann aber ein dermaßen hartes und erfrischend dynamisches Album, dass man glatt vergisst, dass Vicious Rumors auch schon knapp 40 Jahre auf dem Buckel haben. Der Titelsong startet flott mit heroischer Eröffnung, "Chemical Slaves" feuert mit gehobenem Standard nach. "Victims Of A Digital World" gibt den monströsen Stampfer des Albums, als Alleinstellungs-Pendant agiert "Circle Of Secrets" als erstklassige Power-Ballade. Daneben gewinnt "Last Of Our Kind" hauchdünn den Kampf um den besten Midtempo-Smasher des Albums gegen "Take It Or Leave", während die sehr wohl guten Speed Nummern "Every Blessing Is A Curse" und "1000 Years" keine Chance gegen das geile "Chasing The Priest" haben - da kommen echte US-Glücksgefühle auf. Keine Frage, Vicious Rumors lassen noch lange nicht locker, und gerade die Hinzunahme des eindeutig jüngeren Sängers Nick Holleman (der die Fans schon auf dem "Live You To Death 2"-Album verzückte) sorgt aktuell für Jungbrunnen-Eruptionen. Sauberst! (sw)

8/10