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VOODOO CIRCLE - Raised On Rock

VÖ: 09. Februar 2018
AFM Records

"Broken Heart Syndrome" von 2011 gehört für mich zum exklusiven Zehnerclub. Alben, die ich mit zehn Punkten bewerte. Beim ersten Hören auf dem Weg von Oldenburg nach Papenburg am langweiligen Küstenkanal, habe ich jedes Lied sofort wiederholt, weil ich nicht glauben konnte, dass eine Band diese Art von verloren geglaubter Musik noch einmal in dieser formidablen Art aufnimmt. Die beiden nachfolgenden Alben haben bestätigt, dass Voodoo Circle vermutlich in der Sturm und Drang Phase des Hard Rock ähnlich groß geworden wären, wie Deep Purple, Whitesnake oder Rainbow. Diese Zeiten sind (leider) vorbei. Mit "Raised On Rock" liegt jetzt das fünfte Album der Band vor und das erste ohne David Readmen. Ohne Angabe von Gründen hat der Sänger die Band verlassen und wurde durch Herbie Langhans ersetzt, bekannt von der Projektband Avantasia. Alle schon genannten Genregrößen hatten eines gemeinsam, außerordentliche Sänger und außerordentliche Gitarristen. Einen außerordentlichen Gitarristen haben Voodoo Circle immer noch und die Kompositionen aus der Feder von Alex Beyrodt sind nach wie vor allererste Klasse. Herbie Langhans ist auch beileibe kein schlechter Sänger, aber es fehlt der Blues, der besondere Touch, den die Stimme von Readmen bei Voodoo Circle hatte. So bleibt ein Album, das durch die Stimmfarbe des Sängers einen Touch Melodic Rock bekommen hat, ohne den Stil auch in der Musik konsequent in diese Richtung zu verändern. Kein schlechtes Album, aber nicht mehr im Zehnerclub. (stl)

7/10