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VORBID - Mind

VÖ: 13. April 2018
Indie Recordings

Vorbid, "Mind", Progressive Thrash Metal - da arbeiten die Synapsen im Hirn schon vor dem ersten Ton auf Hochtouren. Vektor-Fans müssen sich hingegen um ihre aktuell "zur Ruhe" gekommenen Helden keine Sorgen machen, denn diese Norweger sind sowohl keine Konkurrenz, als auch nur in zwei Dingen mit den Amis vergleichbar. Es ist Thrash Metal und der Fronter hat eine extreme Stimme. Dass die fünf Songs technisch ansprechenden Bay Area Thrash Metal bieten, den man als Genre-Fan und Freund von Testament und auch Megadeth ("Rust In Peace") gerne haben kann, ist völlig in Ordnung. Die junge Truppe arbeitet ambitioniert und lässt ihre Spitzfindigkeiten für alle Frickel-Verneiner fast nur in 4/4-Parametern laufen. Das ist gut und macht auf instrumentaler Basis erst mal Spaß. Auch beim 23-minütigen (!) Titelsong - deswegen auch "nur" fünf Songs in 50 Minuten Spielzeit. Der Knackpunkt ist der "Gesang" von Gitarrist Michael Briggs. Ganz ehrlich - ich bin echt froh, dass man sein hysterisches, monotones Geplärre sounddienlich in den Hintergrund gemischt hat, so dass man es mit etwas Anstrengung schafft, sich nur auf die instrumentale Kunst zu konzentrieren. Die Jungs können von Glück sagen (ähnlich wie bei den Finnen von Legionnaire), dass ich ihre Mucke weiterhin ansprechend finde und gespannt bin, wo ihre Reise hingeht, aber bitte (!) regelt das mit den Vocals. Das hält ja kein Mensch aus. (sw)

7,5/10