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VULTURE - The Guillotine

VÖ: 25. August 2017
High Roller Records

Tja, dieses Mal waren es nicht irgendwelche Spatzen von den Dächern, sondern die Band selbst, die mit ihrer letztjährigen EP "Victim To The Blade" den Weckruf gab, dass sich mit dem ersten Longplayer eine echte Keule anbahnt. Und Vulture halten, was sie versprechen! Wer der EP schon verfallen war, wird "The Guillotine" lieben. Exquisiter Speed Metal im Grenzbereich zum Thrash und mit einer nicht zu verneinenden Liebe zu den klassisch-metallischen Protagonisten … oder wie darf ich die kurze "Metal Gods"-Verbeugung zu Beginn des geilen Rausschmeißers "Cry For Death" verstehen?! Es ist halt ein Unterschied, ob man nur Genrezutaten wiederkäut oder mit an Besessenheit grenzender Leidenschaft zu Werke geht. Und genau da treffen Vulture meinen Nerv. Spannung haltendes Songwriting (nebst dienlicher Intros!), eine sägende Produktion, die die flirrenden Gitarrenriffs zu filettierenden Instrumenten macht, donnernde Drums, die vornehmlich im klassischen Speed/Thrash-Offbeat ohne Unterlass treiben und ein Fronter, der trotz Ausbaufähigkeit in Sachen Kraft doch ein paar Male den Wahnsinn eines kleinen Bruders von Paul Baloff (R.I.P.) transportiert ("Clashing Iron") oder mit den abartig hohen Screams sogar John Cyriis (irgendwo hinter der Milchstraße verschollen) besuchen will … na, wer sabbert schon, ich wische gerade …
Fazit: Vulture geben sich in den knapp 39 Minuten keine Blöße und hauen acht bockstarke Songs raus, bei denen Fans alter und neuer Helden wie Agent Steel, Evil Invaders, Exodus oder Ranger eigentlich schon längst den "Pre-Order"-Button betätigt haben sollten. (sw)

8,5/10