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1349 - Demonoir

VÖ: 23. April 2010
Indie Recordings

Asche auf mein Haupt - meine Punktevergabe für das letzte Album "Revelations Of The Black Flame" war viel zu hoch! Doch jetzt ist hoffentlich Zeit zum geraderücken?! Und schon der Opener "Atomic Chapel" lässt mich erzittern. 1349 ist es offensichtlich gelungen, die hypnotische, fast trance-ähnliche Atmosphäre des letzten Albums mit der Aggression und technischen Brillanz von "Hellfire" zu vereinen. Allein das Seelen raubende Finish aus Überschalldrumming (Frost in Höchstform), Melodie und Beschwörungs-Charakter zwingt zum Niederknien. Ja, das Feuer von "Hellfire" scheint wieder entfacht, präsentiert sich in der neuen Verbindung fast identisch ungestüm, dafür aber in sich subtiler und dadurch unberechenbarer. Keinen der sechs vollwertigen Tracks (Spielzeit: 38 Minuten) kann man wirklich hervor heben. Sie alle sind voll purer Raserei (Ausnahme: Der stampfende Titelsong) mit wahnwitzigen Wendungen, songwriterisch hinterhältig böse und grausamer als das Beiwohnen der eigenen rituellen Opferung. Das schwarze Herz sitzt anscheinend wieder am rechten Fleck. In diesem Fall kann man die sieben im Wechselspiel eingestreuten "Tunnel Of Set"-Klangspiele im Albumkontext auch leicht verschmerzen - bieten sie doch kurze Momente zum Verschnaufen vor dieser mit Inbrunst eingedroschenen, unkonventionellen, schwarzen Kunst. (sw)

8/10