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1349 - Massive Cauldron Of Chaos

VÖ: 03. Oktober 2014
Indie Recordings

Erhofft hatte ich es. Glauben wollte ich es erst nach dem ersten Hörgenuss. 1349 haben sich frei von Soundcollagen gemacht und lassen auf ihrem neuen Album die reinen Songs sprechen, so wie es auf meinem 1349-BFF "Hellfire" bereits geschah. Nun sind auch die Norweger erwachsener geworden, haben den Dreh mit direkteren Songstrukturen heraus, behalten aber allein schon aufgrund ihrer ureigenen Handschrift und der beeindruckenden spielerischen Fähigkeiten (Frost brilliert abermals mit einzigartigem Drumming) ihre immer da gewesene Gefährlichkeit und Unberechenbarkeit aufrecht. Acht Songs lang gibt es auf die schwarzmetallische Mütze. Dabei geht man z.B. in "Slaves" überraschend thrashig vor und schiebt anfänglich unbemerkt einen gar rituellen Chorus in die erwartungsvollen Gehörgänge. Was sich die Truppe aber in Bezug auf Thrash Metal mit "Postmortem" leistet ist irre und dürfte sogar eine Band wie Witchburner (bei allem Respekt) zum Kniefall zwingen. Geil! Abseits dieses Crossover glänzen das kurze, klassisch-schwarz riffende "Golem", das wirklich beklemmende "Mengele's" (mit einem für Black Metal-Verhältnisse exquisitem Gitarrensolo!) und der saustarke Rausschmeißer "Godslayer", der atmosphärisch perfekt platziert wurde.
Mit "Demonoir" hatte die Truppe ja ein Stück weit ihren Querschläger "Revelations Of The Black Flame" wieder wett gemacht. Mit "Massive Cauldron Of Chaos" bin zumindest ich wieder richtig zufrieden! (sw)

8,5/10