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1349 - Revelations Of The Black Flame

VÖ: 22. Mai 2009
Candlelight Records

Richtig gefreut habe ich mich auf das neue Album der norwegischen Schwarzheimer von 1349, hatte ich mich doch endlich richtig eingelebt in den letzten Longplayer "Hellfire" von 2005. Und fast alles, was man an besagtem Album liebte, ist nun irgendwie futsch. Das meist ultrahohe Tempo, die technischen Finessen. 1349 haben eine Kurskorrektur vorgenommen und was von "Hellfire" übrig geblieben ist, ist die absolute Boshaftigkeit und Kompromisslosigkeit. Das hört man auch in den Songs. "Serpentine Sibilance" kriecht erst mal durch die Boxen, bis man im Verlauf bekanntes Tempo aufnimmt. Gleiches gilt für "Uncreation" - eine fiese Eröffnungsmelodie, schleppend, düster, richtig böse und kurz vor dem Ende wird Gas gegeben. "Maggot Fetus ... Teeth Like Thorns" ist jedenfalls konsequent derbe geradeaus. Man könnte fast meinen, 1349 wären gradliniger - ja fast stumpfer - geworden. Das wäre ja auch okay, wenn die übrigen vier Tracks nicht Atmosphäre schaffende Klangbilder mit gelegentlicher musikalischer Untermalung wären. Jetzt haben also Industrial, Noise und David Lynch-Vorlieben den Einzug gehalten. Schön und gut, Jungs - aber das ist definitiv zu wenig handfeste Musik für knapp 39 Minuten Spielzeit. Ob da Produzent Tom G. Warrior (Celtic Frost) seine Finger mit im Spiel hatte? (sw)

7,5/10