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36 CRAZYFISTS - Collisions And Castaways

VÖ: 23. Juli 2010
Roadrunner Records

Eine Sache muss man den 36 Crazyfists hoch anrechnen - und ich meine jetzt nicht die Tatsache, dass ihr Bandname eine Hommage an den gleichnamigen Jackie Chan-Film von 1977 ist. Viel mehr geht die Truppe aus Alaska unbeirrt ihren Weg, und der heißt schlicht und einfach Metalcore. Dazu steht man auch und diese konsequente Ehrlichkeit wird letztendlich damit belohnt, dass man die weiter abebbende Metalcore-Welle als eine der wenigen Bands überlebt hat. Nach einem Dutzend Singles und EPs ist "Collisions And Castaways" bereits das 6. Album der Truppe. Nach dem eröffnenden Doppelpack - dem starken "In The Midnights", mit einem zuckersüssen cleanen Refrain, und dem eingängig flotten "Whitewater", ist die Grundrichtung schon grob vorgegeben: Keine Experimente, sondern das Verlassen auf die eigenen Stärken, und einem unbeirrten Weiterführen des eigenen Sounds, ohne jegliche aktuelle Trends aufzugreifen. Das alles macht "Collisions And Castaways" zwar zu einem überzeugend ehrlichen Album, allerdings auch ohne neue Momente. Einzig die gänzlich "core-freie" und erstaunlich rockige Halbballade "Caving In Spirals" kann wirklich überraschen. Den Sinn der kurzen Instrumentalballade "Long Road To The Late Nights" deute ich mal als Verschnaufpause zur Halbzeit. 36 Crazyfists knüpfen mit diesem Album nahtlos an den Vorgänger "The Tide And Its Takers" (2008) an, und werden sicherlich keinen Fan enttäuschen. (maz)

7,5/10