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4 DOORS TO DEATH (Various Artists) Split-Album

VÖ: 19. Februar 2016
Unspeakable Axe Reocrds

Split-EPs waren in der Frühzeit des Death Metal und Grindcore sehr beliebt und finden auch jetzt wieder den Weg in die Szene - die exquisite "Imperial Anthems"-Reihe von Cyclone Empire nur mal als Beispiel. Aber hier liegt nun ein Split-Album vor, welches sich gewaschen hat. Vier Bands aus dem amerikanischen Underground buhlen um die Gunst des Hörers und machen dabei durchweg alle eine verdammt gute (tote?!) Figur.
Den Anfang machen Cemetery Filth. Ihre Mitglieder kommen aus Tennessee und Georgia und da liebt man seinen Death Metal offenbar sehr klassisch. Alte Death, Benediction und auch Obituary (höre den Start von "Dagonian Dialect … The Obelisk Unearthed") mit einer an den jungen David Vincent angelehnten Stimme garniert - da kannst du als Death Metal Fan einfach nicht verkehrt machen. Super Einstieg.
Tiefer hinab geht es dann mit Ectovoid aus Birmingham/Alabama, die mit zwei vollwertigen Longplayern (der letzte - "Dark Abstraction" - kam im letzten Sommer raus) schon was vorzuweisen haben. Genau wie ihr Sound. Tiefer, morbider, etwas mehr Frühneunziger"-ation"-Death Metal, wie man ihn auch von Dead Congregation oder Cruciamentum kennt und liebt. Nur zwei Songs, aber die mit Dampf!
Sabbatory aus Winnipeg/Manitoba bleiben bei der Old School Schiene und bedienen sich einer latenten Punk/D-Beat-Schlagseite, wie der zweite Song "Primordial" gut beweist. Gitarrist Kier Keating "bewirbt" sich mit seinem unmenschlichen Organ übrigens auf den vakanten Mikro-Posten bei Hail Of Bullets … hüstel …
TrenchRot aus Philadelphia hauen die Gruft mit Schmackes zu und leben nach zwei klaren Regeln: 1. Death Metal spielen. 2. Poser vernichten. Ende der Durchsage. Ein wenig Wahnsinn haben sie in ihrem Sound gepachtet. Zum Namen des Fronters ist nichts vermerkt, Herr van Drunen ist es aber auch nicht … Dafür haben die Typen offensichtlich den Bassdrum-Sound bei Vader's "Litany" gemopst - das Ding schlägt Löcher in Löcher! Sie können doomig, mit fiesen, kurz-gewaltigen Eruption ("Hell's Pilot Call") und sie können auch Death - das ansprechende "Evil Dead"-Cover ist der letzte Grund für das Betätigen der Repeat-Taste.
Fazit: Vier Mal Death Metal. Vier Mal starker Stoff. Vier Bands, die man supporten sollte. (sw)

8/10