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40 WATT SUN - The Inside Room

VÖ: 04. März 2011
Cyclone Empire

40 Watt Sun entstammen zu zwei Dritteln aus der Asche der britischen Warning, deren "Watching From A Distance"-Werk in Doom-Kreisen ein enorm hohes Ansehen genießt. Was soll ich zum "Nachfolger" sagen? 2010 ging bereits doomig zu Ende (Procession, Spirit Descent, Doomshine, usw.), 2011 startet schmachtend durch. "The Inside Room" ist kein Album für eine Nacht, nichts für "mal nebenbei". Fünf Songs in 47 Minuten (plus einen Bonustrack auf der Doppel-LP) - das beutelt den Speedfreak und verwöhnt den Zeitlupen-Banger. Was Patrick Walker hier zelebriert ist einfach unheimlich schön. Ich bin zwar versucht zu bemängeln, dass die Akkorde fast durchgängig das gleiche Muster haben (beim Betätigen der Intro-Taste - pfui! - merkt man das schon), doch sie tragen den Hörer immer weiter und weiter hinaus, geleitet von Walker's warmherziger Stimme und schweren Rhythmen. Ist "The Inside Room" deswegen bedrohlich oder gefährlich oder gar finster? Oh nein, vielmehr hat es den Charakter eines alten Freundes, der nach einer emotionalen Odyssey zurückkehrt, man mit ihm seine harten Erlebnisse teilt und das Wiedersehen trotzdem irgendwie nicht wirklich schmerzt. Ob man nun will oder nicht, aber das Herz wird einem beim Erleben dieser CD richtig schwer und man fühlt sich trotzdem auf wundersame Weise wohl, fast geborgen. Auf jeden Fall lebendig. (sw)

8,5/10