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4ARM - Submission For Liberty

VÖ: 10. Februar 2012
Rising Records

Nach einem bedeutungsschwangeren Intro namens "Sinn macht frei" legen 4Arm mit dem 7-minütigen "While I Lie Awake" zwar enorm kraftvoll, aber auch sehr abwechslungsreich los. So richtig die Leinen los hat man erst mit dem folgenden Doppelschlag "Raise A Fist" (ein Oberbrett!) plus dem Titelsong. Der Thrash Metal der Australier ist nicht altbacken, aber auch nicht hyper-modern. Er erinnert oftmals an eine straighte Version aktueller Machine Head (allein der Lead-Sound ist frappierend ähnlich), stimmlich klingen bei mir Korzus oder Demonica durch, generell verehrt man natürlich Slayer und bezüglich der Durchschlagskraft schimmern hier und da sogar die Metalcore-ler (im ursprünglichen Sinne) von Merauder durch. Eine wuchtige Packung, die von Matt Hyde (Machine Head, Trivium, u.a.) entsprechend gemixt wurde. Richtig innovativ (eine heutzutage viel genutzte Satzeinleitung) ist "Submission For Liberty" mal wieder nicht, dafür lassen die Gitarrenriffs manchmal ein paar Kniffe vermissen. Wenn man vom Gaspedal geht ("Taken Down", "My Father's Eyes") fehlt trotz bestehender Kraft etwas die Überzeugung und so können Längen entstehen. Geht man aber noch eine Etage tiefer, zeigt sich auch eine andere Seite. Der Abschlusstrack "Blood Of Martyrs" klingt anfangs gar ungewöhnlich erwachsen emotional, gar wuchtig tiefgründig, ehe man zum Ende wieder die gewohnte Fahrt aufnimmt.
Das zwingende Element im 4Arm-Sound ist also zweifelsohne die absolut unbändige Power. Einem ausgewachsenen Büffel gleich, der zwar im gemäßigteren Tempo kräftig was hermacht und in Ruhesituationen erstaunlich menschlich wirkt, schlussendlich aber doch im Maximum Powerbereich seine wahre Pracht zeigt. (sw)

7,5/10