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5 STAR GRAVE - Drugstore Hell

VÖ: 25. Mai 2012
Massacre Records

Was die Italiener auf ihrem zweiten Album abliefern, kann sich durchaus hören lassen: Moderner Melodic Death Metal der Marke Children of Bodom/Norther, der allerdings durch seine Punk/Street-, fast schon Hardcore-, sowie Thrash-Einflüsse recht erfrischend rüberkommt (z.B. "Dead Girls Don't Say No"). Bei "Love Affair With The Beast" darf es in Sachen Riffs sogar ein bisschen in Richtung Südstaaten gehen. Etwas gewöhnungsbedürftig sind sicherlich die Synthies, die im Hintergund nicht selten ein paar schräge Melodien hervorbringen - oder auch ein Titel wie "Daddy", der speziell im Refrain eher an Hard/Glam Rock im Stile von Lordi erinnert und zudem auch vom Text her eher mit einem Augenzwinkern zu betrachten ist. Ein amtlicher Rocker wie "Death Times Eleven" hätte auch fast von den Murderdolls sein können, während "Boy A" den Deathstars gut zu Gesicht stehen würde. Doch genug Name-Dropping. 5 Star Grave ist mit "Drugstore Hell" ein interessantes und gutes zweites Album gelungen, dass so manchem Hörer aufgrund seiner immensen Vielzahl an Einflüssen allerdings vielleicht überfordern könnte. Wer allerdings offen für Neues ist, sich modernen Melodic Death Metal mit Punk- und Hardrock-Einflüssen vorstellen kann, der sollte hier mal ein Ohr riskieren. (maz)

7/10