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WAR FROM A HARLOTS MOUTH - In Shoals

VÖ: 24. April 2009
Lifeforce Records

11 Songs in knapp 37 Minuten - da kann man schon grob erahnen, was einen erwartet. Und ich brauche auch so einige Durchläufe mehr, um so halbwegs Zugang zum nicht ganz leicht verdaulichen Material auf "In Shoals" des Berliner Quintetts mit Neu-Fronter Nico Webers (Ex-The Ocean) zu finden. Da ich eher ein Freund von mehr oder weniger klaren Songstrukturen bin, wirken u.a. Songs wie der Opener "They Come In Shoals" oder "No High Five For C.oward" in meinen Ohren etwas arg "wirr". Ich nenne sowas Chaoscore - man mische Grind-, Math- und Hardcore und gebe im Falle von War From A Harlots Mouth noch eine Prise Punk und für den Crossover-Faktor ruhige Jazz-Elemente hinzu.
Letztere sorgen bei Songs wie "Justice From The Lips Of The Highest Bidder" oder "Appropriate Tools Required To Intercept And Abstruct Errorism" für die zwiefelsohne nötige Verschnaufpause zwischendurch.
Von der technischen Seite her versteht die Band zweifelsohne etwas von dem, was sie da macht, auch wenn mir manche Passagen etwas zu konstruiert und mathematisch erscheinen. Songs wie "...Stays In The District (I'm The Black Sheep Of Her Country)" oder auch das schleppend-düstere "The Certain Nothing" haben aber durchaus ihren gewissen Reiz.
Alles in allem ein wirklich gutes Extrem Metal Album, das manchmal etwas anstrengend erscheint, aber zweifelsfrei seine Hörer/Fans finden wird. (maz)

7,5/10