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WARBRINGER - Woe To The Vanquished

VÖ: 31. März 2017
Napalm Records

Keinen Schimmer, warum ich Warbinger nach dem zweiten Album "Waking Into Nightmares" (2009) aus den Augen verloren habe. Dabei waren mir die Ventura Thrasher mit Havok und Mantic Ritual (wo sind die eigentlich?!?!) seinerzeit die Liebsten unter der Nachrückergeneration. Da kommt einem das jetzt vorliegende fünfte Album fast wie ein Neuanfang vor. Auf dieser Basis ein fundiertes Review zu schreiben ist … dennoch recht leicht. Sie sind eben nicht an der Old School Masche ihres furiosen Debüts "War Without End" kleben geblieben, sondern haben sich richtig geil entwickelt. "Woe To The Vanquished" versprüht immer noch diese hohe Aggressivität und Angriffslust der jungen Jahre. Sie sind aber halt nicht stehen geblieben und tönen frisch, up to date und trotzdem klassisch thrashig genug, um die Old School-Banger gar nicht erst zu verprellen. Auch nicht mit eingestreuten Blasts, wie im starken Titelsong oder dem mit einem schicken Neunziger Melo-Black Metal-Riff garnierten "Divinity Of Flesh". Der derbe Opener "Silhouettes" mit seinem fordernden Beat, der blitzartig umschaltet, das High End Massaker "Shellfire", das düstere "Spectral Asylum" oder der betonharte Midtempo-Banger "Remain Violent" - alles brutale Neuzeit-Thrasher, die mir eines klar machen: Ich muss ganz schnell mal einkaufen gehen und eine Lücke von zwei Alben schließen. Und ihr kauft "Woe To The Vanquished" - sofort! (sw)

8/10