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WARFATHER - The Grey Eminence

VÖ: 16. September 2016
Greyhaze Records

Mr. Tucker hat ja erst kürzlich ordentlich Staub aufgewirbelt, als seine Rückkehr zu Morbid Angel bekannt wurde. Mich persönlich enttäuschte der damit verbundene erneute Verlust von Ausnahmesänger David Vincent doch sehr. Aber dennoch ist der Rückkehrer hier die beste Option, da er stimmlich doch recht nah neben Mr. Vincent steht. Das beweisst er hier auf seiner eigenen Spielwiese erneut eindrucksvoll.
Überhaupt haben Warfather eine fette Morbid Angel-Schlagseite und zwitschern da ordentlich Monstrosity drunter, was dann auch reicht, um mich doch recht erfolgreich zu beglücken. Teils vertrackt und derbe nach vorne treibend, knallen uns die Amis hier neun Brocken an den Latz. Ein drückender und klarer Sound sorgt für Wohlgefallen und der ist auch notwendig, denn es würden sonst zu viele Details in schwammiger Brühe absaufen. Steve Tucker teilt sich die Sechsssaitige mit Jake Koch und man zaubert zusammen echt Gourmetkost auf den Plattenteller. Schwer wie Lava und drückend wie eine Büffelherde meistern die drei Jungs dies alles mit Bravour. Nebenbei sei noch erwähnt, dass ich das Artwork mit seinen metallischen Tönen recht erfrischend finde. Sehr passend auch zum Titel.
Wer neben den Genannten noch auf Dying Fetus, Misery Index und ähnliches steht ... bestellt das Teil hier einfach und gut ist. Sonst heulen nachher wieder alle rum. Locker alle Pflichttteile bestanden und auch die Kür lecker aufs Eis gelegt. Well done! (oem)

8,5/10