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WARPATH - Filthy Bastard Culture

VÖ: 23. November 2018
Massacre Records

Junge, die Zeit rennt. Das Warpath-Comeback "Bullets For A Desert Session" ist auch schon wieder knapp zwei Jahre her, obwohl es mir weniger vorkommt. Leider ist mein Freudentaumel von Anfang 2017 etwas verflogen, sodass "Filthy Bastard Culture" mit etwas objektiveren Augen begutachtet wird. Aber die sehen trotzdem eine Beständigkeit, mit der die Hamburger in Form von "Back To Zero", "F.U.", "Into The Dark", "St. Nihil", "Violent Starr", "Below The Surface", "Unbroken Soul" oder dem Titelsong amtlich auf den Tisch hauen. Der Sound rummst ordentlich und die Melodien haben durch die immer noch einzigartige Stimme von Dirk "Digger" Weiss immer etwas Bedrohliches. Vielleicht darf man anmerken, dass sich die beiden Bonustracks "Nebelkrähe" (darf aufgrund der deutschen Texte an Dirks Neunziger-Aktivität mit Richthofen erinnern) und "For The First Time" (mit verzichtbarem Outro), durch die der Digipack die 60 Minuten-Marke knackt, als Albumtracks im Austausch für ein paar verzichtbare bis "okaye" Songs besser gemacht hätten. Aber das rüttelt herzlich wenig an der Intensität des Hafenstadt-Thrashcore, für den Warpath einfach berüchtigt sind. Und wenn ich mir vorstelle, welche Pfeifen dieser Welt mit dem Titel "Filthy Bastard Culture" gemeint sein könnten, bekommt man gleich noch mal Lust, auf Repeat zu drücken und seinem Unmut noch lauter Kund zu tun. (sw)

8/10