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WARRANT - Metal Bridge

VÖ: 31. Oktober 2014
Pure Steel Records

Bei meiner kurzen Begegnung mit Warrant auf dem Keep It True 2010 ist es bis dato leider geblieben. Jetzt covern auch noch Stallion die deutschen Speed Metaller der Achtziger und ich kann euch nicht mal erzählen, ob die hier vertretenen Neueinspielungen von "Ordeal Of Death" und "The Enforcer" den Vergleich mit den Originalen Stand halten (und ich werde jetzt nicht scheinheilig YouTube bemühen!).
Ich kann euch aber erzählen, dass sie dieses amtlich produzierte Comeback-Album hervorragend abrunden. Einziges Original-Mitglied ist Bassist/Sänger Jörg Jurascheck geblieben und ich finde, er und seine beiden neuen Mitstreiter haben aus "Metal Bridge" ein auf Speed und Thrash-Anfängen basierendes, klassisches und fast schon zeitloses Metal-Album gezimmert. Gedanklich habe ich wirklich an jeden (!) Song einen Haken gemacht, weil er mich mitgerissen hat. Die Songs sind hörbar unkompliziert entstanden und werden auch entsprechend umgesetzt. Immer druckvoll, immer mit dem richtigen Tempo und die durchweg coolen, gerne öfter wiederholten Refrains beißen sich sogar richtig fest. Jörg leistet hier ganze Arbeit und glänzt mit Bissigkeit und Charakterstärke - wer kann das nach fast 30 Jahren schon von sich behaupten.
Vielleicht ist es sogar ganz gut, dass ich den Vergleich zu den Anfangstagen der Band nicht habe (was ich trotzdem beizeiten nachholen werde), so kann ich "Metal Bridge" viel unvoreingenommener genießen und das tue ich derzeit verdammt oft. Ein unerwartetes Highlight zum Ende des Monats! (sw)

8/10