Impressum Startseite
Reviews Interviews Live Specials Jobs

WATAIN - Trident Wolf Eclipse

VÖ: 05. Januar 2018
Century Media

Da ist er nun also, der neue Rundumschlag der Satansbraten Watain. Knapp fünf Jahre nach ihrem letzten Opus melden sich die Jungs aus Uppsala auf der Bildfläche zurück. Und das mit einem Paukenschlag: schon der Song "Nuclear Alchemist" passte genau in mein Beuteschema, so dass ich gespannt auf mehr wartete.
Eigentlich wollte ich dieses hier schon eher geschrieben haben, aber ich musste mir den Wutanfall hier noch ein paar Mal geben, um wirklich nichts von dieser Schönheit zu überhören. Man möge mir verzeihen.
Los geht der Hassbatzen mit dem schon bekannten "Nuclear Alchemist", welcher mich sofort mit auf eine Reise in die Unterwelt zieht. Fett, Arsch tretend, geil! "Sacred Damnation" rasiert dir die Schädeldecke mit chirurgischer Präzision. Für mich, gerade wegen seiner geilen Melodien, welche echte Atmosphäre schaffen, grandios dargebotene Black Metal Kunst. Am Ende des Songs könnte ich Heulen vor Glück. Schluck Bier und weiter tippen.
"Teufelsreich": ruhig, bedrohlich, fast flüsternd, mit starken Dissection-Anleihen, kriecht diese verweste Hure aus den Boxen. Dann nimmt sie Fahrt auf und lässt diese Scheibe weiter zu etwas Grossem heranwachsen. "Furor Diabolicus " ist der nächste Hammerwurf, der einem die Kniescheibe nach hinten faltet. Wenn hier bei 0:55 min. die Gitarren Bienenschwärme loslassen, ist eigentlich schon alles gesagt. Die nicht ganz unumstrittenen Schweden beherrschen das Kunststück, ihre Songs immer um die vier Minuten lang zu halten, so dass nicht mal im entferntesten Langeweile aufkommen könnte. Hier stimmt einfach alles: Sound, Songs, Talent, Atmosphäre und das Herz so abgefuckt schwarz, dass selbst mein Küchenlicht nicht wirklich arbeiten will. Ich ziehe mir dieses Schmuckstück heute zum x-ten Mal rein und was soll ich sagen: I am in love! Leichte Darkthrone-Vibes kopulieren mit Dissection-Songwriting, werden mal richtig knarzig ("Ultra"), kreieren echte Tonkunst und besorgen mir schließlich diesen musikalischen Jahresabschuss. "Towards The Sanctuary" geht mir unter die Haut, wie es sonst nur die Nadel meines Tätowierers darf. Erik Danielsson und seine Mannschaft waren lange gar nicht auf meiner Liste, aber seit einiger Zeit ist dieser Missstand behoben und heutzutage sind Watain nicht mehr wegzudenken. Neben Necrophobic und Naglfar sind Watain ein weiteres Schmuckstück der melodischen Black Metal-Landschaft. Man muss nun auch nicht erwähnen, dass das abschliessende "The Fire Of Power " nichts anders zulässt, als Repeat zu drücken.
Punkte zu vergeben ist immer schwer, weil man möglichst objektiv sein möchte und die Differenzen oft im Verborgenen liegen, aber hier ist nur ein Schluss für mich (genau, das hier ist meine Meinung zu diesem Album) möglich. (oem)

10/10