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WATCH ME BLEED - Souldrinker

VÖ: 23. Oktober 2009
Silverwolf Productions

Ich musste etwas grinsen, als ich las, daß Mystic Prophecy-/Symphorce-Gitarrist Marcus Pohl mit Watch Me Bleed eine Mixtur aus Thrash und Extrem Metal mit modernem Anstrich spielen wird. Warum? Mystic Prophecy agieren eh schon von Platte zu Platte härter und das Wort "modern(er)" fällt bei Symphorce auch nicht selten. Nunja, Thrash ist drin, Death ist ein bisschen drin, eine Prise Hardcore (oder wahlweise Thrash der 90er) - das ist ein "Souldrinker". Pohl verlässt sich dabei allein auf seine Gitarrenkünste und rifft alles in Grund und Boden, während an der Mikrofront Chris Rodens (ex-Kickdown) mit Screams & Whispers und Markus Wenzel (Inzest) mit Growls & Grunts eine Mischung zum Besten geben, die mich von den stimmlichen Lagen leicht an Extreme Noise Terror erinnern. Ganz so brutal gehen Watch Me Bleed aber nun nicht vor. In den elf wuchtigen Geschossen (egal ob mal schnell oder mächtig groovy) findet sich immer mal ein virtuoses Solo oder ein melodischer Gegenpart. Außerdem legt die Band viel Wert auf einprägsame Refrains, die man spätestens nach dem dritten Durchlauf mitshouten möchte. Eine ähnliche (wenn auch derbere) Mixtur servierten uns Anfang des Jahres die Dänen von The Burning. Wer die schon zuhause hat, muss mal schnell bei Watch Me Bleed reinlauschen. (sw)

7,5/10