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WEEKEND NACHOS - Apology

VÖ: 20. Mai 2016
Relapse Records

Ordentlich Hass aus Chicago gibt es seit über zwölf Jahren von Weekend Nachos. Nun kommt das finale und fünfte Album "Apology" und eine Abschluss-Tour gibt es auch nochmal im Herbst in Europa.
Das Album startet mit dem ziemlich langen Track "2015", der gleich am Anfang erstmal richtig im Powerviolence-Stil nach vorne geht. Das hält man aber nun keine 5:44 Minuten durch. Kurz vor der Hälfte geht es also in einen richtig langsamen, schweren, doomigen Part, der sich bis zum Ende durchzieht. Das zieht im Nacken. Die nächsten Tracks sind dann erstmal gewohnt kurz mit gutem Hardcore- und Grindcore-Touch. Wobei kurze Parts sehr verspielt und einem wie ein "Slow-Motion-Gesichtsschlag" vorkommen. Bis es dann wieder einen sehr schnellen Schlagabtausch gibt. Rechs, links, rechts, links und wieder ein langsamer, schwerer und durchziehender Haken von unten rechts gegen das Kinn. Hier steckt Wut und eine Menge Ausrasten drin. Dieser Wechsel von schnellen D-Beats und schweren, basslastigen Drums macht einfach nur richtig Laune. Dadurch und durch die fast nicht vorhandenen Pausen zwischen den Songs, erkennt man auch kaum, wann denn der neue Track anfängt. Zum Schluss kommt dann der Titeltrack, der mit 9:50 Minuten ein gutes Viertel der Platte ausmacht. Der ist schon fast was für skandinavische Post Doom-Fans - sogar ein Klavier wurde mit rein genommen. Rein instrumental macht so "Apology" noch mal einen richtigen demütigen Eindruck.
Bevor sich Weekend Nachos also auflösen, ist es wohl nochmal Pflicht, die Band dieses Jahr live mitzunehmen und die letzte äußerst gelungene Platte dabei einzuheimsen. (kdz)

9/10