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WICKED TEMPTATION - Seein' Ain't Believin'

VÖ: 12. März 2010
Fastball Music

Ein Metal-Stammtisch. Gespräche machen die Runde: Weißt du noch, Ozzy damals - das hat gerockt wie Sau und hatte echt Leben. Oder Judas Priest - an deren Backkatalog muss sich ja heute noch jeder messen lassen. Und dann noch Dio - der Mann hat die Magie ja quasi gepachtet. Man, die Achtziger waren doch echt geil. So viele Originale, so viele Klassiker … und dazu gesellt sich ein Neuling und fragt: "Habt ihr die neue Wicked Temptation schon gehört?" - Within Temptation? - "Nein, Wicked Temptation!" - Nö, was machen die? "Das, wovon ihr gerade redet. Hardrock/Metal der Achtziger. Mit knackigen Riffs, tollen Soli, 'nem guten Sänger. Bisschen Schmalz ist auch mal dabei, aber ansonsten immer schön nach vorne gerockt." Junge, da müssen die aber richtig saustark sein, wenn die mit der Musik heute noch was reißen wollen. Nee, da bleiben wir lieber bei den Originalen.
Ihr meint, das wäre engstirnig? Mag sein. "Seein' ain't believin'" ist zwar spiel- und produktionstechnisch voll auf der Höhe, bietet aber zehn Songs lang einfach einen zutiefst lauen Aufguss der alten Helden. Mit Songs, die man tausend Mal gehört zu haben scheint, und die schon nach dem ersten Durchlauf zum Tippen der Eject-Taste zwingen. Nein danke. (sw)

6/10