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WIEGEDOOD - De Doden Hebben Het Goed III

VÖ: 20. April 2018
Century Media

Ein Bandname wie Wiegedood hätte mir in den letzten Jahren zumindest auffallen sollen, oder?! Könnte aber auch daran liegen, dass diese belgische Band mit dem dritten Teil ihrer höchst ironisch betitelten Album-Reihe erst jetzt bei einem großen Label gelandet ist. Verdient haben sie es, denn die vier fiesen Schwarz-Keulen haben es in sich. Rabiat, angriffslustig, technisch gut im Sattel und mit dem nötigen Quäntchen an Melodie, um wahlweise Unwohlsein, Ausweglosigkeit, Horror oder Verzweiflung zu verbreiten. Interessant ist dabei, dass die Bandmitglieder parallel auch in anderen Bands aktiv sind, die ansonsten in Post Black Metal-, Post Hardcore-, Doom-, Sludge-Gefilden herumwildern. Dass so etwas funktioniert (und auch funktionieren darf, liebe Szenewächter!), zeigt z.B. auch eine Band wie Black Anvil. "De Doden Hebben Het Goed III" bleibt (wie auch seine beiden Vorgänger) konsequent unter der 40 Minuten-Marke, was bei dieser krachenden und wahrlich beängstigenden Performance auch völlig ausreicht, denn nach den vier Songs liegt man physisch und psychisch ziemlich gefordert und leicht entkräftet in der Ecke. Ein kleiner Rausch, dem man sich hier unterzieht und der mir aufzeigt, dass ich mich schnellstens nach den beiden anderen Alben umschauen sollte. (sw)

8/10