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WINTERFYLLETH - The Dark Hereafter

VÖ: 30. September 2016
Candlelight Records

Im Social Network-Zeitalter sollte man denken, man bekommt alles mit. Dass eine neue Winterfylleth-Scheibe ansteht, ist irgendwie an mir vorbeigegangen. Die Spielzeit von "nur" 40 Minuten verwundert leicht, sind wir von den Briten doch weit Anderes gewohnt. Doch auch der erneuten Verwendung des starken "Pariah's Path" liegt keine Ideenlosigkeit zugrunde. Gemäß der Band hat es der "The Divination Of Antiquity"-Bonustrack einfach verdient, von mehr Fans, als nur den Limited Edition-Besitzern gehört zu werden. Recht so. De facto reden wir also von "nur" vier neuen Songs, dennoch ist es abermals umso beeindruckender, mit welcher Leichtigkeit die Band aus ganz wenig ganz großes erschafft. Schlichtweg unfassbar, wie das 13-minütige Epic-Epos "Green Cathedral" in nur einem einzigen Rhythmus sämtliche Register zieht und seinem Namen wirklich alle Ehre macht. Ganz große Kunst, deren Einzigartigkeit vom endgeilen "Led Astray In The Dark Forest" unterstrichen und fast getoppt wird. Ein astreiner Winterfylleth-Song, dessen Besonderheit die Verwendung von ausschließlich Kirchenchor-verwandtem Gesang ist. Oberhammer! Da könnte man fast meinen, die drei übrigen Songs, bestehend aus dem Titelsong, "Pariah's Path" und "Ensigns Of Victory" (unfassbar!), wären Dienst nach Vorschrift. Ja, könnte man meinen. Doch selbst das bedeutet bei den Briten, dass hier auf irre hohem Niveau agiert wird, welches ich im Vergleich zu seinen Vorgängern dieses Mal als "fast meisterlich" würdigen möchte. Solch eine Erhabenheit mit schwarzmetallischer Raserei zu paaren, gelingt wirklich den Wenigsten. Und Winterfylleth präsentieren sich mit "The Dark Hereafter" auf ihrem derzeitigen Höhepunkt! (sw)

9/10