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WINTERFYLLETH - The Threnody Of Triumph

VÖ: 28. September 2012
Candlelight Records

Das schlechte Wetter in Wacken verhinderte meine erste Winterfylleth-Live-Erfahrung. Jetzt, wo der Nachfolger zu "The Mercian Sphere" (2010) vor mir liegt, ist das umso schlimmer. Denn die Briten haben zugelegt. Sie sehen zwar immer noch nicht nach dem aus, was sie da treiben, aber sie machen es beeindruckend gut. Kennt ihr das, wenn der Sound eigentlich nach reinrassigem, eiskaltem nordischen Black Metal klingt, einem durch Produktion und durch erhabenen Melodie-Anspruch aber ganz wohlig warm ums Herz wird? Wer unbedingt Namen braucht darf sich gerne (wieder) Wolves In The Throne Room, alte Enslaved und auch Primordial als Richtungsangabe notieren. Gerade das Album-Highlight "The Swart Raven" kratzt ordentlich am "The Gathering Wilderness"-Feeling der Iren. Ansonsten werfen die Vier mit Harmonien um sich, die mitunter der letzten Draugnim würdig wären. Bei so viel Tiefgang und Atmosphäre (inklusive einiger Clean Chöre) bemerkt man nicht mal, dass die Songs - bis auf die Akustik-Zwischenspielchen "Æfterield-Fréon" bzw. "Home Is Behind", sowie das sich erhaben durch weite Landschaften schleppende "A Soul Unbound" - allesamt im gleichen, hohen treibenden Tempo dargeboten werden. Im Endeffekt ist das aber egal, weil Winterfylleth schon längst eine charakterstarke Eigenständigkeit an den Tag legen, mit der sie sich ohne Mühe auf die Verfolgungsjagd auf die genannten Größen machen dürfen. Ein Album mit Ausrufezeichen! (sw)

8,5/10