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WINTERHORDE - Maestro

VÖ: 20. Mai 2016
ViciSolum Productions

Den Zusatz "Exotenbonus" braucht diese mir bis dato unbekannte Band definitiv nicht. Es erscheint mir viel mehr, als dass dieses Septett aus Israel (!) mit seinem dritten Album (das Debüt erschien vor zehn Jahren) zum großen Wurf ausholen möchte. Unterstützung hinter den Kulissen kommt von V. Santura (Produktion und Mix) und Jens Borgren (Mastering). Das schwere Geschütz, welches hier aufgefahren wird, schießt gleich mit mehreren Munitionen. Melodischer Black Metal, Progressives der neueren Zeit (sprich: auch mit ruhigen atmosphärischen Bereichen), Symphonisches im weiteren Sinne à la Dimmu Borgir. Gesanglich selbstverständlich zwei- bis dreigleisig, wobei die starken Clean Vocals es echt wert sind, hervorgehoben zu werden und die weibliche Schiene leider nicht immer den richtigen Nerv trifft. Songwriterisch läuft alles auf internationalem Niveau ab und entlädt die vermeintlich schwer vorstellbare Mischung in den drei großen Vorzeigetracks, als da wären: der wunderschöne Titelsong, das abwechslungsreiche "They Came With Eyes Of Fire" (obwohl es hier die Frauenstimme wirklich hätte besser können) und die elfminütige Achterbahnfahrt "The Heart Of Coryphee".
Was an "Maestro" vielleicht sogar am meisten begeistert? Die eigene Handschrift, die sich wie ein roter Faden durch das Album zieht. Einflüsse sind auf jeden Fall zu hören, jedoch nie so, dass man sie direkt herausfiltern kann. Muss vielleicht doch mit der Herkunft zu tun haben, aber das mit dem Exotenbonus hatten wir bereits. "Maestro" braucht den nicht! (sw)

8/10