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WOLFEN - Rise Of The Lycans

VÖ: 22. Juni 2018
Pure Steel Records

Seit Wochen zerbreche ich mir den Kopf und kann es noch so drehen und wenden. Das neue Wolfen-Album ist ein Kraftpaket vor dem Herrn - keine Frage. Angethrashter Power Metal, der das Wort "Power" auch wirklich verdient. Alles im Grundtenor so, wie es auf dem letzten Album "Evilution" (2014) bereits vertreten war. Der Titelsong, der charakterlich absolut klassische Album-Opener "Rebirth Of The Regulators", der schwermütige Midtempo-Stampfer "Science & Religion" und das richtig geile "Forgotten Dreams" - fette Riffs, treibende Beats und gute Hooks. Ja, von dem Kaliber hätte ich auf diesem Album gerne noch mehr gehabt. Daneben tummeln sich aber auch leider Songs aus dem "grundsolide bis bisschen mehr"-Lager. Songs, denen ich das Attribut "gewöhnlich" so ungern anheften möchte. Je nach Genre-Affinität kann man auch darüber hinweg sehen. Was mich viel mehr irritiert, sind ein paar kleine Fauxpas, die sich auf dem nunmehr sechsten Wolfen-Rundling eingeschlichen haben. Ob sich Szenewächter darüber echauffieren oder eher beömmeln werden, lasse ich mal dahingestellt. Beim rausgebrüllten "phobia" in "Xenophobia" huscht der Name Kreator ganz flugs durch das Hirn, der "Timekeeper" wollte mit seinem "tic tic tic" bestimmt nicht an Metallica erinnern und ich bin mir hundertprozentig sicher, dass im Finale "New World Order" die Absicht der Band mehr Dio beinhaltete, obwohl der Beginn arg "Warriors Of The World"-getränkt tönt. Im Jahr 2018 fallen solche Dinge eben auf und sollten - meiner bescheidenen Meinung nach - doch etwas besser umschifft werden. 7,5 Punkte mit Ach und Krach, auch wenn es etwas schmerzt. (sw)

7,5/10