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WYTCH HAZEL - II: Sojourn

VÖ: 13. Juli 2018
Bad Omen Records

Das Keep It True hatte schon gerufen, das Hell Over Hammaburg ruft bereits. Und Wytch Hazel waren bestimmt auf noch mehr prestigeträchtigen Festivals unterwegs, seitdem sie die Gemeinde mit ihrem Debüt "Prelude" verzückten. Mit dem neuen Longplayer "II: Sojourn" wird sich das auch nicht ändern. Die vier Briten werfen ein Album in die Runde, welches wahrhaft Geschichten erzählt, Bilder im Kopf entstehen lässt und auf ganz unaufdringliche Weise große Emotionen hervorruft/rufen kann. Und mit was für einer Leichtigkeit sie eine richtig tolle Uptempo-Nummer wie "Still We Fight" aus dem Handgelenk schütteln - zumal das folkige Intro gekonnt "falsche" Signale sendet. Überhaupt hatte ich die Band vom 2017er Keep It True-Auftritt nicht so rockig in Erinnerung, zumindest sagen sie über "II: Sojourn" selbst, dass dieses Mal mehr Rock als Folk enthalten ist. "See My Demons", "Save My Life","Slave To Righteousness", "The Devil Is Here" - ja das passt. Schon interessant, wie sich dieses Album entgegen meiner Hörgewohnheiten zeitweise im Player einnistet. Es gab sogar Momente, in denen das besinnliche "Wait On The Wind" und das durchweg wohlig positive Vibes versprühende "Barrow Hill" nur allzu willkommene Begleiter waren. Im Endeffekt steht das also "nur" für schlichtweg gute Musik. Und einen kleinen Bonus haben Wytch Hazel bei mir eh durch ihren blinden Drummer, vor dem ich - ob nun auf CD oder live - immer wieder meinen Hut ziehen werden. (sw)

8/10