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XANDRIA - Neverworld's End

VÖ: 24. Februar 2012
Napalm Records

Die Ursprünge von Xandria aus dem niedersächsischen Bielefeld reichen bis ins Jahr 1994 zurück. Doch erst 2003 erschein das erste Album ("Kill The Sun"), mit dem man sich - wie mit den drei Nachfolgern ebenso - in den deutschen Albumcharts platzieren konnte. Am bekanntesten ist sicherlich das 2004er "Ravenheart" mit der gleichnamigen Single, die seinerzeit die Gothic-Clubs rauf und runter gedudelt wurde. Nachdem sich Bandkopf und Gitarrist Marco Heumann in den letzten drei Jahren bereits zwei Mal nach einer neuen Sängerin umschauen musste, und es fast fünf Jahre lang ziemlich still um Xandria war, hat man mit Manuela Kraller nun eine neue Frontfrau gefunden, mit der man nun das fünfte Album "Neverworld's End" veröffentlicht.
Es braucht nur wenige Takte, um festzustellen, dass sich Xandria scheinbar nicht nur in Sachen Sängerin rundum erneuert haben, denn auch der Sound ähnelt kaum noch früheren Veröffentlichungen. Aus dem mitunter recht seichten Gothic Metal vergangener Tage ist nun bomastischer Symphonic Metal geworden, der vor allem durch die wirklich gute Sopranstimme von Manuela Kraller stark in Richtung früherer Nightwish schielt. Auf der Suche anch dem obligatorischen Hit auf "Neverworld's Ende" wird man gleich mehrfach fündig: "Valentine" (zu dem es auch einen Videoclip gibt) ist eine starke Bombast Metal Nummer, während das rasante "Soulcrusher" und das eher im Midtempo angesiedelte "Blood On My Hands" ebenso vollends überzeugen. Mit solch einer gelungenen Kurskorrektur hätte ich nun wirklich nicht gerechnet. Man kann Xandria nun sicherlich vorwerfen, dass ihr "neuer" Stil sehr stark an die alten Nightwish-Zeiten (1998-2000) angelehnt ist, aber der mitunter folkloristische Touch (wie z.B. die Geige in "Call Of The Wind") oder die deutlichen Powermetal-Einflüsse wie in "The Lost Elysion" sind Eigenständigkeit genug, während das abschließende und über 9-minütige "The Nomad's Crown" nochmals alle Register der Band zieht.
"Neverworld's End" ist zweifeslfrei eine dicke und unerwartete Überraschung, die mit starken 64 Minuten durchweg vollends überzeugt und somit ein absoluter Pflichtkauf für Fans von Epica und alten Nightwish darstellt. (maz)

8/10