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XANDRIA - Sacrificium

VÖ: 02. Mai 2014
Napalm Records

Leicht haben sie es nun wirklich nicht: Nach der musikalischen Neuorientierung mit dem letzten Album "Neverworld's End" - weg vom seichten Gothic Metal, hin zum Symphonic Metal - sowie dem Neuzugang (und wahren Glücksgriff) Manuela Kraller am Mikro, mussten sich Xandria nun zum wiederholten Male nach einer neuen Sängerin umschauen. Sängerin Nr. 4 hießt nun Dianne van Giersbergen, stammt aus den Niederlanden, ist aber weder verwandt noch verschwägert mit ex-The Gathering-Sängerin Anneke van Giersbergen.
Ansonsten ist auf "Sacrificium" alles wie (zuletzt) gehabt: Symphonischer Metal, der stets an Nightwish zu Tarja-Zeiten erinnert, ohne jedoch auch nur ansatzweise die Songwriting-Klasse eines Tuomas Holopainen zu erreichen. Gesanglich steht Dianne ihrer Vorgängerin kaum in etwas nach, nur ist für meinen Geschmack diesmal der Anteil an Chören mitunter etwas zu groß - da geht so manches von Dianne's Leistung dann doch etwas unter. Die Songs sind allesamt gut, ohne jegliche Abweichungen, in welche Richtung auch immer. Auf der Suche nach Hits landet man über kurz oder lang wohl bei "Dreamkeeper" (hätte auch perfekt auf Nightwish's "Oceanborn" gepasst) oder dem leicht folkigen "Temple Of Hate". "Sacrificium" ist - mal wieder - ein gelungener Neustart für die Truppe aus Niedersachsen, bleibt meiner Meinung nach aber deutlich hinter dem 2012er "Neverworld's End" zurück. (maz)

7/10