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XERATH - II

VÖ: 20. Mai 2011
Candlelight Records

Wo Bands wie Dimmu Borgir und Turisas urplötzlich dem Klassik/Filmscore-Overkill frönen, haben Xerath diese Marschrichtung von Haus aus auf dem Plan gehabt. Und die Briten haben sich im Vergleich zum 2009er Debüt "I" tatsächlich gesteigert. Die Art, wie hier grooviger (ja, moderner!) Metal mit cineastischen Symphonie-Arrangements verbunden wird, ist wirklich beeindruckend. Dabei ist der Grundtenor gleich geblieben, nur die Erfahrung und - wie man so schön sagt - der "Flow" ist besser geworden. Die Songs fangen an, richtig zu leben. Da dürfen sie auch mal mit richtig Tempo angereichert werden ("Reform Pt. III"), glänzen auf der anderen Seite wiederum mit coolen, gefühlvollen Soli ("The Call To Arms", "Numbering Among The Dead"). Und das trotz all des progressiven Anspruchs, den die Band allerorts mit synkopen Gitarren-Riffs und Rhythmen darbietet. Dazu passen auch die modernen Vocals von Richard Thomson, der heuer mehr zu Devin Townsend-artigem Geschrei tendiert (was mir persönlich sogar besser gefällt als vorher) und, wo es die Songs erfordern, glänzt er auch im cleanen Bereich.
"II" ist ein Album, welches man wirklich erleben muss. Packend, ungemein heavy, sehr anspruchsvoll, in seiner Art episch und vielleicht sogar monumental - eine Entwicklung, die ich mir nach dem Debüt schon gewünscht habe. Danke, Xerath! (sw)

8/10