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ZAUM - Oracles

VÖ: 13. Juni 2014
I Hate Records

Würde man eine Band aus dem harten Sektor suchen, die für eine andere Art von Filmmusik als Untermalung für "Der Medicus" geeignet wäre, würde ich mal Zaum vorschlagen. Das kanadische Duo (!) beschreibt sich selbst als "Middle Eastern Mantra Doom" und dürfte somit schon eine Art Green Card für ein anstehendes Roadburn Festival inne haben. Nichtsdestotrotz sind die vier Songs (binnen 48 Minuten) ein verdammt zäher Brocken, gespickt mit orientalischen Melodieführungen, schweren Beats und der Tatsache, dass hier keine einzige Gitarre zu finden ist, dafür aber Hammond Orgel und Bass ziemlich prägnant die Federführung übernehmen. Was auf "Oracles" trotz einer nachvollziehbaren Vorgehensweise zählt, ist also die Atmosphäre, das Betrachten als Gesamtwerk. Überraschend sind zwischendurch die Vocals von Kyle Alexander Thomas, der es manchmal sogar auf ein beachtliches Wave/Eighties-Feeling bringt. Nichtsdestotrotz steckt trotz der unheimlichen Schwere für mich viel zu wenig Metal in diesem Album, aber wem die letzte Spirit Descent quasi zu kommerziell war, dürfte hier genau richtig liegen. (sw)

6/10