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ZOMBIEFICATION - Below The Grief

VÖ: 15. Juli 2018
Doomentia Records

Was ist denn auf einmal in Mexiko los?! Dass Mr. Jacko und Mr. Hitchcock nicht mehr nur Schwedentod-Huldiger sind, haben sie bereits mit dem letzten Album "Procession Through Infestation" mehr als klar gemacht (bei dem Titel hätte ich auch früher drauf kommen können), aber was das infernalische Duo aus Querétaro auf seinem nunmehr vierten Longplayer zelebriert, ist nichts weiter, als ein zutiefst unheimliches Höllenszenario. Die sieben neuen Songs (in gut verdaulichen 45 Minuten) wildern weiterhin im Old School-basierenden Death Metal, bekommen aber unverhofft soundbereichernden Zuwachs. Black Metal-Elemente mit fast "kaskadischen" Anleihen gibt es in "Deliverance From The Astral Sea". "Echoes Of Light" startet hingegen wie ein übel gelaunter Outtake aus einem alten Crowbar-Proberaum. Große Doom/Death-Momente (nebst clever eingesetzten My Dying Bride-Reminiszenzen) hingegen, erahnt man schon zu Recht beim Titel "Heavy Is The Crown". Überhaupt haben Zombiefication ein Händchen für kultige Titel - siehe die furiose Ode "From Death To Its Son" (na klar!). Abgesehen davon, werden sich Scharen von reinen Doom-Bands die Haare raufen, weil sie nicht auf diesen genialen Albumtitel gekommen sind. Mächtige Statements, denen aber auch ein wirklich spannendes Songwriting und vor allem eine höllisch intensive, psychisch erdrückende Atmosphäre zur Seite gestellt wird, so dass man "Below The Grief" wie erstarrt beiwohnt, sich in Abgründe ziehen lässt oder völlig austickt, wie es Frontdeibel Mr. Hitchcock permanent tut.
Da ist mir das "Fehlen eines Hits" (wie beim Vorgängeralbum bemerkt) völlig schnurz, da dieses Album in Gänze einen beeindruckenden Schritt nach vorne darstellt. ¡Viva México! (sw)

8,5/10