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ZOMBIFIED - Carnage, Slaughter And Death

VÖ: 16. November 2012
Cyclone Empire

Es soll ja Menschen geben, die geben einen Furz auf Reviews und Meinungen und kaufen sich Alben mitunter nur nach den Kriterien Cover, Bandname und Titel. Demnach dürften derbe (Schweden) Death Metal Freaks hier gar nichts verkehrt machen. "Carnage, Slaughter And Death" ist ein Pfuhl voll ruppiger, brutaler, vehement vernichtender und mit einer Crust-Prise gesegneter Death Metal-Eruptionen, die keine Überlenden hinterlassen. Die Mitglieder sind im Untergrund schon bereits länger aktiv und wissen genau, was sie hier tun. Zudem hat man mit Roberth Karlsson einen amtlichen, ausgewachsenen Elchbullen am Mikro, der seine Dienste derzeit eindrucksvoll bei Scar Symmetry, Facebreaker und vor Urzeiten auch als Dan Swanö-Nachfolger bei Edge Of Sanity (das "Cryptic"-Album) unter Beweis stellt(e). Selbstredend, dass er auch hier aus allen Lungen röhrt. Passt natürlich zum Riff-Inferno, welches mitunter sogar fieses Rogga Johansson-Schädelspalter-Niveau erreicht ("Suffering Ascends"). Was Zombified stark von einigen glatt polierten nachwachsenden Szene-Schlächtern unterscheidet, ist die brutale Produktion in Verbindung mit einer warmen, fast live-mäßigen Atmosphäre. Und hört auch mal genau die Drums an. Die sind eben nicht tight wie ein Entenarsch auf die letzte Nanosekunde getimed, sondern lebendig und unbearbeitet eingetrümmert. Das ist nicht "holprig", liebe Ultra-Trigger-Perfektionisten - das ist ECHT. "Carnage, Slaughter And Death" ist schlichtweg eine amtliche Metzel-Scheibe, die man als Fan der Vomitory, Grave und Konsorten einfach im Schrank haben muss. (sw)

8,5/10